Biosphärenreservat Südost-Rügen
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Winterquartiererfassung der Fledermäuse im Biosphärenreservat Südost-Rügen –Großes Mausohr erneut nachgewiesen

18. Februar 2021

Bei der diesjährigen Erfassung der Fledermäuse in den Winterquartieren des Biosphärenreservates Südost-Rügen ist dem Biosphärenreservatsranger und Fledermausexperten Frank Fiedrich erneut ein besonderer Nachweis gelungen.

In einem im Jahr 2015 ertüchtigten Fledermausquartier in der Nähe von Binz konnte er zwei Exemplare der Art Großes Mausohr entdecken. Damit ist ihm nach dem Fund im Jahr 2019 ein erneuter Nachweis dieser imposanten Fledermausart im Biosphärenreservat Südost-Rügen gelungen.

Das Große Mausohr ist mit einer Körperlänge von rund 7 bis 8,5 Zentimetern und einer beeindruckenden Flügelspanne von 35 bis 43 Zentimetern die größte europäische Fledermausart innerhalb der Gattung Myotis.

Die Art bevorzugt offenes Gelände wie Wiesen, Felder und lichte Wälder als Lebendraum, ist aber auch in menschlichen Siedlungen anzutreffen. Sie ist hauptsächlich im südlichen Europa verbreitet, kommt aber auch in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Polen vor.

Die Sommerquartiere der europaweit streng geschützten Art liegen vor allem in Dachstühlen und Kirchtürmen. Im Winter zieht sie sich in Höhlen, Stollen, Bunkeranlagen oder Keller zurück.

Neben dem Großen Mausohr konnten die Ranger vor allem Fransenfledermäuse, Braune Langohren und Wasserfledermäuse bei der Erfassung in den Winterquartieren des Biosphärenreservates Südost-Rügen nachweisen.

Biosphaerenreservat_Kontrolle_Fledermaus-Winterquartiere 

Biosphärenreservatsranger Frank Fiedrich bei der Erfassung der Fledermäuse in einem Winterquartier in der Nähe von Binz