Biosphärenreservat Südost-Rügen
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Phänologische Untersuchungen im Biosphärenreservat Südost-Rügen – Vollfrühling ist angekommen

21. Mai 2021

Seit wenigen Tagen blühen die Apfelbäume in voller Pracht – damit hat nach dem phänologischen Jahreskalender der Vollfrühling Einzug im Biosphärenreservat Südost-Rügen gehalten.

Anders als der astrologische und meteorologische Kalender hat der phänologische Kalender insgesamt 10 Jahreszeiten. Er kennt allein drei verschiedene Frühlingsstadien.

So folgt beispielsweise dem Vorfrühling, der durch die Blüte der Schneeglöckchen eingeleitet wird, der Erstfrühling mit der Schlehenblüte und schließlich der Vollfrühling mit seiner prächtigen Apfel- und Fliederblüte.

Durch das bemerkenswert kühle Frühjahr hatte sich der Erstfrühling gegenüber den zurückliegenden Jahren um etwa 14 Tage verspätet. Die gestiegenen Temperaturen der letzten Tage haben jedoch dazu geführt, dass sich die Entwicklung in der Natur deutlich beschleunigt hat – der Vollfrühling ist damit nur noch wenige Tage später eingetreten, als in den Vorjahren.

Phänologische Pflanzendaten werden bereits seit dem Jahr 2006 durch das Biosphärenreservat Südost-Rügen erhoben und an den Deutschen Wetterdienst übermittelt. Dort werden sie von Wetter- und Klimaexperten gemeinsam mit Daten aus ganz Deutschland ausgewertet, für verschiedene Anwendungsgebiete aufbereitet und für vielseitige wissenschaftliche Untersuchungen genutzt.

Biosphaerenreservat_Phaenologie

Wolfgang Matzke vom Biosphärenreservat Südost-Rügen bei der Erhebung phänologischer Daten