Erfassung der Fledermäuse in den Winterquartieren des Biosphärenreservates Südost-Rügen erfolgreich abgeschlossen
24. Februar 2026
Die diesjährige Erfassung der Fledermäuse in den fünf Winterquartieren innerhalb des Biosphärenreservates Südost-Rügen wurde vor wenigen Tagen abgeschlossen.
Gemeinsam mit den Rangern des Biosphärenreservates konnten die Fledermausexperten Katrin und Jan Prinz insgesamt 245 Individuen feststellen.
Damit hat sich die Zahl gegenüber den Vorjahren nochmals erhöht. Im vergangenen Jahr wurden 221 Tiere erfasst. Seit dem Beginn der Erhebungen im Jahr 2020 (150 Individuen) ist damit eine stetige Zunahme der Bestände zu verzeichnen.
In den Winterquartieren wurden überwiegend die Arten Fransenfledermaus und Wasserfledermaus nachgewiesen. Daneben konnten auch 13 Exemplare der Art Braunes Langohr erfasst werden.
Braune Langohren zählen zu den mittelgroßen Fledermausarten. Sie sind in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Ihr auffälligstes Merkmal bilden die langen Ohren. Sie sind mit etwa 4 cm fast so lang wie der gesamte Körper. Zu Beginn des Fluges werden die Ohren aufgerichtet und bleiben während des Fluges aufgestellt. In längeren Ruhephasen klappen die Tiere die Ohren nach hinten und verbergen sie unter ihren Flügeln.
Braune Langohren gehören zu den typischen Waldarten. Sie jagen Insekten, vor allem mittelgroße Nachtfalter. Teilweise werden auch flugunfähige Insekten oder Spinnen direkt von der Vegetation abgesammelt.
Die Art überwintert typischerweise in Kellern, Stollen oder Höhlen, die sich in einer Entfernung von bis zu 10 km von ihrem Sommerlebensraum befinden.
Braune Langohren sind nach Anhang IV der FFH-Richtlinie geschützt.
Braunes Langohr an einem Kiefernstamm
Foto: Ulrich Pruschitzki