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Wanderweg am Nordhang freigegeben

 

14. Juli 2009

Kurverwaltung und Biosphärenreservat haben am Nordhang einen Waldweg von der Göhrener Ortsmitte zum Strand eingerichtet.

Göhren Im April 2008 gab es am Göhrener Nordhang einen Erdrutsch. Seither gilt der Hang als instabil. Die damals laufenden Arbeiten zur Sanierung der Waldpromenade mussten eingestellt werden. Seither ist der Hang gesperrt. Somit auch die kürzeste Verbindung zwischen Ortsmitte und Strandbereich. Nun können Einheimische und Gäste aber wieder einen offiziellen Waldweg nutzen, der sie den Hang hinunter oder hinauf führt.

Auf Höhe Ulmenallee hinter der Hotelanlage „Albatros“ wurde ein Waldweg Richtung Kleinbahnhof freigegeben, den die Kurverwaltung des Ostseebades und das Amt für das Biosphärenreservat in den letzten Wochen zusammen ausgebaut haben. Während die Kurverwaltung die Technik und das Baumaterial für die Maßnahme stellte, führten Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung die Arbeiten vor Ort aus, informiert Kurdirektor Jörn Fenske. Teilweise wurden Treppenstufen und Holzgeländer angelegt, ebenso Querbalken. Letztere haben eine besondere Funktion: „Sie dienen dazu, Radfahrer abzustoppen, so dass sie vom Rad steigen müssen“, so Kurdirektor Jörn Fenske. Neben dem Sicherheitsaspekt sei das Radeln vor allem auch deshalb verboten, um die Oberfläche zu schonen. „Durch das starke Bremsen bei großem Gefälle entstehen bei Niederschlägen große Erosions-Schäden am Weg“, informiert ein Schild am Beginn des Wanderweges.

Zur aktuellen Situation am Nordhang zeigt sich der Kurdirektor optimistisch: „Seit der Sperrung sind die Risse nicht größer geworden, es haben keine Bewegungen mehr stattgefunden. Der Hang ist wieder stabil.“ Die ersten Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Bohrungen „sehen gut aus“. Die Labordaten seien allerdings noch nicht ausgewertet worden. Dies soll bis Mitte dieses Monats geschehen. Sie sind entscheidend, wie mit dem Hang weiter verfahren wird. Mit einer aufwendigen Hangsicherung würden auf die Gemeinde schätzungsweise 3,5 Millionen Euro zukommen, weiß der Kurchef.

Als vor Jahren der Hang in Höhe der Ferienhäuser am Hochufer abgerutscht war, mussten deren Besitzer für die Sicherung des Hanges mehr als 900 000 Mark ausgeben. Die enorme Summe würde den Göhrener Haushalt mindestens drei Jahre lang belasten. Sollten die Gutachter grünes Licht geben, gäbe es auch wieder Baufreiheit zum Fortsetzen der Sanierungsarbeiten an der Waldpromenade. Die sollte 2008 schon fertiggestellt sein. „Für dieses Jahr haben wir mit dem Waldweg eine Lösung gefunden. Für 2010 hoffen wir, dass die Treppenanlage genutzt werden kann“, so Fenske.

GERIT HEROLD



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