Grundschüler ernten künftig eigene Haselnüsse
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22. Oktober 2008
Gager Wohlmöglich zwickt’s Pascal und Nicolas heute im Rücken. Das wird sie daran erinnern, was sie am Tag zuvor gemacht haben. Zusammen mit ihren Mitschülern aus der 4. Klasse der Grundschule „Mönchgut“ in Gager hatten sie gestern Füller und Bleistift gegen Spaten getauscht. Bäume und Sträucher sollten gepflanzt werden. Und das nicht nur aus Jux und Dollerei, sondern als sogenannte Ausgleichmaßnahme für die Buswendeschleife, die während der Sommerferien vor ihrer Schule angelegt worden war.
Tatkräftige Hilfe haben die Mädchen und Jungen von Thomas Papke bekommen. Der Ranger des Amtes für das Biosphärenreservat Südost Rügen gab den Kindern die Hinweise, wie und wo Schwarzerle, Haselnusssträucher sowie Schlehdorn in die Erde gebracht werden sollten. Abgearbeitet haben sie den von Kristina Brendler ausgearbeiteten Pflanzplan. „Haselnuss und Schlehe habe ich ausgewählt, weil die Früchte von den Kindern später geerntet werden können“, begründet die Amtsmitarbeiterin ihre Wahl.
Das war auch noch in Person von Bernd Hoppmann vertreten. Der Ranger hat mit Kindern der Klasse 3 die nächste Pflanzaktion vorbereitet. Die Senke inmitten der Wendeschleife soll noch im Herbst aufgefüllt und später ebenfalls bepflanzt werden. Die Pflanzen dafür hatten die Schüler gestern eingelagert.
Die haben an der Schule einen grünen Daumen. Seit 2003 verteidigen sie jährlich den Titel „Umweltschule in Europa“. Im letzten Schuljahr gab’s für die Projekte „Mönchguter Traditionen“ und „Bau eines neuen Teiches im Schulgarten“ von Umweltminister Till Backhaus als Auszeichnung zwei Waldaktien. Die haben sie bei der Pflanzaktion Klimawald in Glowe eingelöst und Stieleichen gepflanzt.
Chris-Marco Herold
