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Fledermäuse ziehen um

Die Abrissarbeiten an der ehemaligen Verbundenen Haupt- und Realschule in Putbus haben begonnen. Zuvor hatten die Spezialisten, Hinrich Matthes und Michael Göttsche vom Büro für ökologische und faunistische Freilanduntersuchungen, die dortigen Fledermausquartiere wissenschaftlich untersucht. Dabei wurde für den Abriss der Schule ein Zeitfenster ermittelt, in dem der Abriss bei minimaler Beeinträchtigung der Tiere durchgeführt werden kann.

Als erste temporäre Maßnahme zur Umsiedlung der Tiere wurden an einem Schornstein in unmittelbarer Nachbarschaft zur Schule Ausweichquartiere angebracht. Mit Hilfe eines am Schornstein angebrachten Lautsprechers werden typische Soziallaute der festgestellten Fledermausarten im Ultraschallbereich gesendet. So sollen die Fledermäuse, die ihre langjährigen Winterquartiere in der Schule jetzt aufsuchen wollen, in die Ausweichquartiere gelockt werden. Bei der „Lautsprechermethode“ handelt es sich um ein Pilotprojekt. Die Erfolgskontrolle vor Ort wird durch Frank Rusch, Ranger im Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen, durchgeführt. Außerdem wurde eine Zwergfledermaus gefangen und mit einem Sender versehen, so dass ihr weiterer Weg verfolgt werden kann.

Als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme für die mit dem Abriss der Schule verbundene Beseitigung der vorhandenen Fledermausquartiere wurden umfangreiche Wiederansiedlungsvorrichtungen beim Schulneubau vorgesehen.

Schornstein an der Schule Putbus

Schornstein an der Schule mit Fledermauskästen und Lautsprecher zur Aussendung der Lockrufe



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