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Bebauung der Küste ist verantwortungslos

 

Donnerstag, 16. August 2007

Sellin Mit großer Enttäuschung hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf die Entscheidung der Gemeindevertretersitzung in Sellin zum Bebauungsplan Nr. 2 D „Neuer Weg“ reagiert. Kurz zuvor hatte er noch einmal an die Gemeindevertreter appelliert, dieses Vorhaben abzulehnen.

Ein derart massives Bauvorhaben nur 90 Meter von der Kliffkante entfernt, vernichtet wertvollen Küstenschutzwald und wäre auf höchst unsicherem Boden gegründet, heißt es in einer Pressemitteilung des BUND. Besonders verärgert zeigte sich Naturschutzreferent Arndt Müller über die Bewertung des Vorhabens durch die zuständigen Umweltbehörden wie das StAUN Stralsund oder das Amt für das Biosphärenreservat, die eine solche Entscheidung erst ermöglicht haben: „Nach den Erfahrungen von Lohme muss man im Küstenbereich höchste Anforderungen an die geologische Erkundung des Untergrundes stellen. Das Baugrundgutachten für den Selliner B-Plan weist jedoch zahlreiche Mängel auf. Zudem werden mit 30 Metern in 100 Jahren sehr geringe Werte des Küstenrückganges angenommen, obwohl es deutlich höhere Prognosen von 70 Metern in 100 Jahren gibt. Innerhalb von zwei Generationen stehen die künftigen Häuser direkt an der Kliffkante und sind akut absturzgefährdet. Ist das zukunftsfähige Planung? Auch bei der Bewertung dieser Frage haben die beteiligten Behörden versagt", so Müller.



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