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Wasservogelzählung im Biosphärenreservat Südost-Rügen

 

„Wir haben fast 5.000 Enten gezählt“ meint Thomas Papke mit Blick auf die vor ihm liegenden Zähllisten. Zusammen mit vier weiteren Mitarbeitern des Amtes für das Biosphärenreservat Südost-Rügen sowie zwei Freiwilligen hatte sich der Ranger am vergangenen Wochenende an der Wasservogelzählung beteiligt. Insgesamt wurden an 8 Zählpunkten Daten erhoben. Dabei konnten allein mehr als 2.500 Reiherenten, fast 1.000 Gänsesäger und etwa 1.700 nordische Gänse in die Zähllisten eingetragen werden.

„Neben den in großer Zahl vorkommenden Arten konnten aber auch einige Raritäten erfasst werden“, meint Ranger Thomas Papke. In der Lanckener Bek bei Seedorf beobachtete er einen Zwergtaucher. Ebenso wie der häufiger vorkommende Haubentaucher gehört der Zwergtaucher zur Familie der Lappentaucher. Als besonderes Merkmal tragen die Tiere so genannte Lappen an den Zehen. Bei anderen Wasservögeln sind die Zehen dagegen vielfach durch Schwimmhäute miteinander verbunden.Zwergtaucher sind ausgezeichnete Taucher und Schwimmer. Sie ernähren sich vor allem von Insekten, Kaulquappen, Krebstierchen und kleinen Würmern, die unter Wasser oder an der Wasseroberfläche erbeutet werden. Die Art gilt als sehr heimlich und ist dadurch schwer zu entdecken.

Wasservogelzählungen finden europaweit seit mehr als 40 Jahren statt. Die Ergebnisse haben unter anderem die Ausweisung großer Vogelschutzgebiete (z. B. nach der RAMSAR-Konvention der UNESCO) ermöglicht und dienen somit dem ganzheitlichen Schutz von Feuchtgebieten als bedeutende Ökosysteme zum Erhalt der biologischen Vielfalt.

 

Die Ranger Thomas Papke und Bernd Hoppmann bei der Wasservogelzählung am Neuensiener See



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