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Selliner Hochuferweg wurde flottgemacht

 

16. April 2009

Die Gemeinde Sellin und das Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen haben den Weg entlang des Selliner Hochufers neu gestaltet.

Sellin Ganz ungefährlich war es für Wanderer in den letzten Jahren nicht, wenn sie von der Katholischen Kirche aus am Selliner Hochufer entlang spazierten. Verwilderte Trampelpfade schlängelten sich kreuz und quer. Es gab keine ordentliche Wegführung. Die Absperrungen an der Kliffkante wurden von den Wanderern zum Teil ignoriert, weiß Axel Müller vom Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen. Immerhin kann in diesen Bereichen des aktiven Kliffs mit seinen Abbrüchen Lebensgefahr bestehen. Aus Sicherheitsgründen hatte man in der Vergangenheit auch versucht, den Weg vom Steilufer wegzuführen. „Das wurde aber von den Leuten nicht angenommen. Deshalb habe ich der Gemeinde vorgeschlagen, den Weg neu zu gestalten und ihn wieder dichter zum Steilufer hin zu verlagern, so dass die Wanderer davon auch etwas sehen“, so Axel Müller. Seit drei Wochen sind zwei Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung damit beschäftigt, eine neue Wegeführung zu errichten. „Die Gemeinde stellt Material und Technik und das Amt die Arbeitskräfte“, freut sich Sellins Bürgermeister Reinhard Liedtke über das Gemeinschaftsprojekt. Und dessen erste sichtbare Ergebnisse. So ist der neue Weg am Hochufer direkt vom Hotel Bernstein aus in Richtung Südstrand bereist zu passieren. Die Resonanz von Wanderern sei sehr positiv, weiß Axel Müller von seinen Mitarbeitern vor Ort.

Auf der etwa zweieinhalb Kilometer langen Strecke wurde der Unterbau mit naturrecyceltem Material versehen. Darauf wurde ein Gemisch aus lehmhaltigem Boden und Kreidesplitt aufgetragen. Diese Mischung bilde eine feste, stabile Fläche, die kaum einer Erosion oder Abnutzung durch die Wanderer unterliegt, hebt Axel Müller die Vorteile hervor. Neu angelegte Treppen und Auf- bzw- Abstiegshilfen sowie hölzerne Handläufe sorgen für die Sicherheit der Spaziergänger. Ebenso errichtete Leiteinrichtungen, die den Spaziergänger bewusst lenken sollen. Auf Absperrungen und Verbotsschilder soll verzichtet werden, lediglich Hinweisschilder am Anfang und Ende des Weges sollen auf die Gefahren an der Kliffkante hinweisen. An den schönsten Aussichtspunkten entlang des Hochuferweges wurden zudem Ruhepunkte geschaffen und Bänke und Sitzgelegenheiten aus Holz aufgestellt. Bis Zum Ende des Monats sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. So lange brauchen Wanderlustige aber nicht zu warten. Auch während der Arbeiten können sie jetzt schon problemlos den neuen Pfad erproben. Es lohnt sich.

Gerit Herold



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