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Risikofrei

Ausschußthema Biosphärenreservat

1. Februar 2009

Rügen/vpb/rs. Welche Risiken könnten sich mit einer flächenmäßigen Erweiterung des Biosphärenreservates Südost-Rügen von derzeit 22.900 Hektar auf mindestens 30.000 Hektar verbinden? Diese Frage stellten die Mitglieder des Umweltausschusses auf ihrer Sitzung am 26. Januar. Denn damit der UNESCO-Status für den Südosten Rügens erhalten bleibt, muss das Biosphärenreservat Südost-Rügen in der Fläche zulegen! Die derzeitige Fläche ist zu klein und wird von der UNESCO nicht als geeigneter Raum für ein nachhaltiges Wirtschaften anerkannt. Gefordert wird eine Größe von 30.000 Hektar- mindestens. Die Antwort auf die Frage der Ausschussmitglieder lieferten Sabine Schlender, kommissarische Leiterin im Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen, und ihr Mitarbeiter Stefan Woidig: »Aus unserer Sicht gibt es keine Risiken für Gemeinden, die von der Erweiterung betroffen sein könnten.« Sabine Schlender zählt Binz, Sassnitz, Lietzow, Putbus, Ralswiek, Buschvitz, Bergen, Zirkow und Garz auf. »Unsere Runde durch die Gemeinden ist abgeschlossen. Die Stadtvertretung Putbus fasste bereits den Beschluss, mit der gesamten Fläche in das Biosphärenreservat einzutreten. Auch Sassnitz steht diesem Thema aufgeschlossen gegenüber, während die kleineren Gemeinden zum Teil noch abwarten«, erklärt Sabine Schlender. Somit gilt es für die 34 Mitarbeiter des Biosphärenreservates, davon 16 im technischen Dienst, weiter Überzeugungsarbeit zu leisten, Bedenken und Ängste vor Restriktionen bei Landwirten, Landnutzern, Wassersportlern und Anglern auszuräumen. Bedenken, die seitens der Gemeinden gegenüber den Erweiterungsabsichten geäußert werden könnten, setzt Sabine Schlender die Chancen entgegen: »Ein Biosphärenreservat ist für die Gemeinden ein Markenzeichen und gibt ihnen ein Alleinstellungsmerkmal. Das Amt ist an die Landesbehörde angebunden und es kann sowohl auf nationale als auch auf internationale Fördermöglichkeiten zurückgegriffen werden. Stefan Woidig verweist auf die Leistungen, welche die Mitarbeiter des Amtes für die touristische Infrastruktur erbringen: »In einem neuen Projekt werden gemeinsam mit den Betreibern des 'Rasenden Roland' Tafeln entwickelt, die an den Haltestellen über Wanderziele informieren.« Für Ausschussvorsitzende Bärbel Plümecke bleibt zum Abschluss die wichtige Erkenntnis, dass der Titel Biosphärenreservat für Südost-Rügen auch dann erhalten bleiben wird, wenn es keine Übereinstimmung mit den Gemeinden hinsichtliche der Erweiterungspläne geben sollte.

Rainer Schalle



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