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Erkenntnisreiche Pilztour durch die Baaber Heide

 

 

 

24. September 2008

Baabe „Axel und ich sind extra aus Gustow gekommen, um an der Pilzwanderung teilzunehmen. Wir kennen zwar einige essbare Pilze, wollen aber unser Wissen auf diesem Gebiet erweitern“, meinte Claudia Kajahn vor dem Beginn der Wanderung, die vom Putbusser Wilfried Hocke (72) geleitet wurde. Die Tour führte durch die Baaber Heide und war die erste dieser Art; initiiert vom Amt für das Biosphärenreservat Südost Rügen und dem Verband Insula Rugia. Etwa 20 Damen und Herren waren mit von der Partie und trafen sich nach einer Stunde am Informationsstand des Biosphärenreservats Süd-Ost Rügen an der Bahnstation Phillipshagen wieder. Jeder hatte Pilze im Korb, auch wenn sie nicht alle essbar waren, denn es ging ja darum, neue Pilzarten kennen zu lernen.

Die große Stunde von Rosemarie Fock (61), die seit 1975 Pilzberaterin ist. Viele Fragen zu den Pilzen wurden von den aufmerksamen Pilzsammlern aufgeworfen und die Pilzberaterin wurde nicht müde, entsprechende Erläuterungen zu geben. „Seit etwa drei Wochen haben wir die Pilzsaison. In diesem Jahr sprießen besonders die Röhrlinge und die Champions“, meinte Rosemarie Fock, die in Putbus wohnt und bereits als Kind leidenschaftlich Pilze gesucht hat. Zu ihrer Sprechstunde erscheinen jetzt zur Pilzsaison bis zu 35 Einheimische und Urlauber und so mancher giftiger Pilz wurde aus dem Sammelgut herausgefischt. „Ich habe immer meine Pilzbücher bei mir, denn nicht alle Pilzsucher glauben, was ich ihnen rate und zeige ihnen die Abbildung mit Text im Buch. Es gab auch schon Äußerungen, dass ich nur bestimmte Pilze beiseite lege, um sie dann selber zu verzehren,“ sagt Rosemarie Fock.

Nach der eingehenden Pilzberatung war auch der Urlauber Dr. Heinz-Jürgen Weiss aus Bad Reichenhall, der gegenwärtig in Thiessow seinen Urlaub verlebt, sehr zufrieden. „Es war eine lehrreiche und interessante Veranstaltung. Ich kenne einige Pilze, aber nun habe ich die Speisetäublinge kennengelernt und darüber freue ich mich.“ Auch der Pilzkorb des Ehepaares Axel und Claudia Kajahn wird in Zukunft voller gefüllt sein, denn nach ihren Aussagen haben sie fünf neue essbare Pilzsorten kennengelernt.

Wer bei der Wanderung nicht dabei war, aber profunden Ratschlag braucht, kann die Sprechstunde der Pilzberaterin besuchen: Montag bis Freitag 17.30 bis 19 Uhr in Putbus, Circus 6a.

D. Lindemann



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