Entwicklung der Alleen im Biosphärenreservat Südost-Rügen
14. November 2008
Der Zustand der Alleen hat sich auch im Bereich des Biosphärenreservates Südost-Rügen weiter verschlechtert. Wie ein Fachgutachten aus dem Jahr 2008 feststellt, sind mehr als 30 Bäume entlang der Bundes- und Landesstraßen innerhalb des Schutzgebietes bereits so stark geschädigt, dass sie aus Sicherheitsgründen in den nächsten Wochen gefällt werden müssen. Vor allem Straßenausbau, Verkehrsbelastung und Tausalzeinsatz ziehen die Alleebäume in Mitleidenschaft.
Die Fällungen werden vor allem den Abschnitt Serams – Süllitz an der B 196 betreffen. Gerade dieser Abschnitt ist in den letzten Jahren durch Fällungen aus Gründen der Erhaltung der Verkehrssicherheit besonders betroffen.
Strategien zum Schutz und zur Erhaltung der Alleen der Insel Rügen sind heute dringender denn je gefragt.
Zusammen mit dem Umweltamt des Landkreises und den Naturschutzverbänden hat sich das Amt für das Biosphärenreservat Südost-Rügen an der Erarbeitung des inzwischen durch den Landkreis verabschiedeten „Alleenkonzeptes für den Landkreis Rügen“ beteiligt, das den Schutz, die Erhaltung und Entwicklung von Rügens Alleen sicherstellen soll.
Für die in den nächsten Wochen gefällten Alleebäume werden insgesamt 80 neue Bäume entlang der Bundes- und Landesstrassen im Biosphärenreservat Südost-Rügen gepflanzt.
Zudem sollen nach Aussage des zuständigen Straßenbauamtes Stralsund noch in diesem Jahr 50 Neupflanzungen von Alleebäumen entlang der B 196 zwischen Serams und Sellin erfolgen.
