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Biosphäre: Amt dehnt Umweltbildung auf ältere Schüler aus

27. Januar 2009

Blieschow Letztes Jahr das Abi gemacht, nach dem kommenden Sommer zum Studium nach Bremen. Was passiert in der Zwischenzeit? „Da habe ich mich eigentlich ganz spontan für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr entschieden“, sagt Florian Nessler. Das leistet der Putbusser seit dem September des vergangenen Jahres im Amt für das Biosphärenreservat Südost Rügen ab.

Wobei „leistet“ durchaus die richtige Wortwahl ist, denn das Pensum des 18-Jährigen kann sich sehen lassen. Anfangs hat er das Amt kennen gelernt, war bei Führungen mit von der Partie, hat zusammen mit dem Rangern in die Hände gespuckt und Taten folgen lassen: „Wander- und Radwege haben wir zusammen wieder auf Vordermann gebracht“, erzählt der junge Mann, dem auch die Mädchen und Jungen, die am Juniorrangerprogramm teilnehmen, nicht mehr unbekannt sein dürfte.

Der hat sich inzwischen einer ganz anderen Aufgabe zugewandt – zum Guten des Amtes. „Denn wir haben ein Interesse daran, dass unser Umweltbildungsbereich erweitert wird“, sagt Mitarbeiter Stefan Woidig. Seinen Worten zufolge sei die Umweltbildung bislang auf Grundschüler beschränkt. Das wird sich dank Florian Nessler ändern. Er er- und bearbeitet derzeit das Projekt „Regenerative Energien“. Mädchen und Jungen bis zu Klassenstufe neun soll damit in Zeiten des Klimawandels aufgezeigt werden, dass Energie aus mehr als nur fossilen Brennstoffen gewonnen werden kann: Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme. Florian Nessler kennt sich aus: „Die Sonne schickt jährlich das 10 000 Mal mehr Energie auf die Erde, als benötigt wird.“ Um das dem Nachwuchs verdeutlichen zu können, will der Putbusser nicht nur Worte finden, sondern dies auch demonstrieren können. „So könnten die Schüler die Möglichkeit bekommen, sich einen Solarbackofen selbst zu bauen, um mit dem schließlich Brot zu backen.“ Weitere Demonstrationsobjekte, mit denen man beispielsweise der Kraft des Wassers gewahr werden könnte, sollten ebenfalls zur Grundausstattung des Projektes gehören. Das soll sich über eine Woche erstrecken und vom Frühjahr an in den Schulen starten.

Chris-Marco Herold



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