Vorsicht an den Steilküsten im Biosphärenreservat
2. September 2010
Mit dem Biosphärenreservat Südost-Rügen wurde vor nunmehr 20 Jahren ein repräsentativer Landschaftsausschnitt des nordostdeutschen Tieflandes unter Schutz gestellt, der auf kleinstem Raum alle Landschafts- und Küstenformen der mecklenburg-vorpommerschen Küstenregion widerspiegelt.
Land und Meer sind tief ineinander verzahnt. Halbinseln und Küstenvorsprünge werden einerseits durch schmale Landstreifen miteinander verbunden, andererseits durch Bodden und Wieken voneinander getrennt. Feinsandige, breite Sandstrände an der Ostseeküste wechseln mit schroffen Steilküsten, an deren Klifffüßen imposante Blockstrände entstanden sind.
Das Biosphärenreservat besitzt eine Gesamtküstenlänge von mehr als 100 Kilometern, davon sind etwa 40 km Steilküsten. Durch ihre Unberührtheit weisen gerade diese Steilküsten eine hohe Attraktivität auf, sie laden zum Wandern auf den Hochuferwegen und am darunter liegenden Strand ein.
Durch die sehr feuchte Witterung und die hohen Niederschläge der letzten Wochen hat sich die Gefährdungssituation an unseren Steilküsten erhöht. Kliffkanten könnten beim Betreten abbrechen, Sand und Steine sich unvermittelt aus dem Kliff lösen und auf den Strand stürzen.
Dessen sollten sich Urlauber und Anwohner stets bewusst sein und bei ihren Wanderungen entsprechende Vorsicht walten lassen.

Aktive Steilküste am Reddevitzer Höft
