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Vilm-Ufer voller Wohlstandsmüll: Schüler räumten auf

30. Juni 2011

Putbusser Viertklässler haben die Insel Vilm von angeschwemmten Abfall befreit. Sie gewannen den Müllmonster-Wettbewerb beim diesjährigen Küstenputz.

PutbusIm Greifswalder Bodden schwimmt ganz schön viel Dreck. Hannes und Eric finden das gar nicht in Ordnung. Denn achtlos über Bord geworfene Plastiktüten, Flaschen, ja sogar Autoreifen landen fast vor ihrer Haustür. Deshalb haben sich Hannes und Erik extra die Handschuhe der Saubermänner übergestreift. Beide Viertklässler lernen an der Grundschule „Boddenwind“ in Putbus, die Klasse hat sich am diesjährigen Küstenputz beteiligt. Und gewonnen. „Hurra“, tönte es gestern laut durch die Schulaula, die Arme der 27 Schüler flogen hoch, als Landrätin Kerstin Kassner ihrer Klassenleiterin Elke Radunzki ein Couvert überreichte und sie drei 50-Euro-Scheine daraus hervorzog. Das Überstreifen der Handschuhe hat sich gelohnt . Die Putbusser Viertklässler sind die Sieger des diesjährigen Küstenputzes, sie haben den zum Putz initiierten Müllmonster-Wettbewerb gewonnen.

„Müll-Monster sollen abschrecken“, sagt Axel Müller. Er ist Sachgebietsleiter im Biosphärenreservat Südost-Rügen, er hatte 2007 die Idee zum Küstenputz, an dem sich Rügener Schulen aktiv beteiligen sollen. Müller: „Das ist praxisnahe Umweltbildung.“ Kerstin Kassner findet die Idee toll. „Saubere Strände wollen Einheimische und Urlauber. Sie sind ein Markenzeichen unserer Insel.“ Jeder, der einfach in die Natur geworfenen Abfall mal mit eingesammelt hat, weiß, wie viel Mühe das macht und achtet dann mehr auf Sauberkeit, lobt sie das Engagement der Putbusser Viertklässler.

Die sind Ende Mai von Lauterbach aus mit dem Schiff zur Insel Vilm, haben sich die Handschuhe übergestreift, sind die Küste des streng geschützten Eilandes im Greifswalder Bodden abgelaufen. „Bei der Überfahrt haben wir im Wasser noch keinen Müll gesehen, am Ufer auf der Insel aber umso mehr entdeckt“, berichtet Laura. Sieben große 120-Liter-Säcke haben die Putbusser Saubermänner auf Vilm mit wildem Müll gefüllt. Angeschwemmte, kaputte Fischkisten passten ebenso wenig rein wie Autoreifen.

Abfall soll abschrecken. Deshalb initiierte der Tourismusverband Rügen als Aktionspartner zum Küstenputz den Müllmonster-Wettbewerb. Die Monster bauen die Schüler aus dem eingesammelten Unrat. Die Putbusser schufen gleich zwei monsterhafte Müll-Ungetüme. Und ihre bekamen Arme und Beine, einen Autoreifen als Kopf. „Den Müll haben ja auch Menschen weggeworfen“, kommentiert Hannes die Kreationen.

Die der Putbusser siegten bei der fünften Auflage des Küstenputzes. Über Platz 2 können sich die Mädchen und Jungen der Grundschule „Mönchgut“ freuen, Rang 3 belegt die Regionale Schule Altenkirchen.

Elke Radunzki wird ihren Viertklässlern schon heute die Zeugnisse überreichen. Für die 27 Mädchen und Jungen geht die Grundschul-Ära in Putbus zu Ende. Zum Abschluss gibt es lecker Eis vom Prämiengeld, kündigte sie gestern bereits an.

(OZ) -

PutbusIm Greifswalder Bodden schwimmt ganz schön viel Dreck. Hannes und Eric finden das gar nicht in Ordnung. Denn achtlos über Bord geworfene Plastiktüten, Flaschen, ja sogar Autoreifen landen fast vor ihrer Haustür. Deshalb haben sich Hannes und Erik extra die Handschuhe der Saubermänner übergestreift. Beide Viertklässler lernen an der Grundschule „Boddenwind“ in Putbus, die Klasse hat sich am diesjährigen Küstenputz beteiligt. Und gewonnen. „Hurra“, tönte es gestern laut durch die Schulaula, die Arme der 27 Schüler flogen hoch, als Landrätin Kerstin Kassner ihrer Klassenleiterin Elke Radunzki ein Couvert überreichte und sie drei 50-Euro-Scheine daraus hervorzog. Das Überstreifen der Handschuhe hat sich gelohnt . Die Putbusser Viertklässler sind die Sieger des diesjährigen Küstenputzes, sie haben den zum Putz initiierten Müllmonster-Wettbewerb gewonnen.

„Müll-Monster sollen abschrecken“, sagt Axel Müller. Er ist Sachgebietsleiter im Biosphärenreservat Südost-Rügen, er hatte 2007 die Idee zum Küstenputz, an dem sich Rügener Schulen aktiv beteiligen sollen. Müller: „Das ist praxisnahe Umweltbildung.“ Kerstin Kassner findet die Idee toll. „Saubere Strände wollen Einheimische und Urlauber. Sie sind ein Markenzeichen unserer Insel.“ Jeder, der einfach in die Natur geworfenen Abfall mal mit eingesammelt hat, weiß, wie viel Mühe das macht und achtet dann mehr auf Sauberkeit, lobt sie das Engagement der Putbusser Viertklässler.

Die sind Ende Mai von Lauterbach aus mit dem Schiff zur Insel Vilm, haben sich die Handschuhe übergestreift, sind die Küste des streng geschützten Eilandes im Greifswalder Bodden abgelaufen. „Bei der Überfahrt haben wir im Wasser noch keinen Müll gesehen, am Ufer auf der Insel aber umso mehr entdeckt“, berichtet Laura. Sieben große 120-Liter-Säcke haben die Putbusser Saubermänner auf Vilm mit wildem Müll gefüllt. Angeschwemmte, kaputte Fischkisten passten ebenso wenig rein wie Autoreifen.

Abfall soll abschrecken. Deshalb initiierte der Tourismusverband Rügen als Aktionspartner zum Küstenputz den Müllmonster-Wettbewerb. Die Monster bauen die Schüler aus dem eingesammelten Unrat. Die Putbusser schufen gleich zwei monsterhafte Müll-Ungetüme. Und ihre bekamen Arme und Beine, einen Autoreifen als Kopf. „Den Müll haben ja auch Menschen weggeworfen“, kommentiert Hannes die Kreationen.

Die der Putbusser siegten bei der fünften Auflage des Küstenputzes. Über Platz 2 können sich die Mädchen und Jungen der Grundschule „Mönchgut“ freuen, Rang 3 belegt die Regionale Schule Altenkirchen.

Elke Radunzki wird ihren Viertklässlern schon heute die Zeugnisse überreichen. Für die 27 Mädchen und Jungen geht die Grundschul-Ära in Putbus zu Ende. Zum Abschluss gibt es lecker Eis vom Prämiengeld, kündigte sie gestern bereits an.

U. Burwitz

Sieben solcher Säcke haben wir auf der Insel Vilm mit angeschwemmtem Müll gefüllt, demonstrieren Fiete (l.) und Karl-Wilhelm, während Landrätin Kassner gestern die Mitschüler mit Süßigkeiten belohnt. Die Viertklässler aus Putbus haben beim Küstenputz teilgenommen.

Foto: U. Burwitz

 



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