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Robbenbotschafter aus dem Biosphärenreservat zu Gast in der Seehundstation Friedrichskoog

14. Januar 2015

Am vergangenen Wochenende waren 22 Robbenbotschafter aus dem Biosphärenreservat Südost-Rügen zu Gast in der Seehundstation Friedrichskoog in Schleswig-Holstein. Zusammen mit ihren Betreuern vom WWF und aus dem Biosphärenreservat erlebten die Jugendlichen hier drei ereignisreiche und spannende Tage.

Zunächst lernten die Robbenbotschafter die Seehundstation kennen. Sie durften bei der Fütterung der 10 Kegelrobbenheuler zusehen, die derzeit in den kleinen Becken aufgepäppelt werden. Im Anschluss wurde das medizinische Training der 6 Dauerhaltungstiere durchgeführt, bei dem die Kinder gebannt zuhörten. Eine Führung durch eine Mitarbeiterin der Seehundstation durch das Informationszentrum klärte viele Fragen über die Biologie der heimischen Meeressäuger.

Der zweite Exkursionstag stand dann ganz im Zeichen der Forschung. Eine Gruppe der Robbenbotschafter beobachtete die „Dauergäste“ in der Seehundstation. Die kleinen Forscher mussten nach besonderen Merkmalen und Verhaltensweisen der Einzeltiere Ausschau halten und sie für einen Vortrag zusammentragen. Die zweite Gruppe befasste sich mit der Fellzeichnung weiblicher Kegelrobben, die eine Art „Fingerabdruck“ der Tiere darstellt. Die Jugendlichen sollten Einzeltiere auf verschiedenen Fotos identifizieren und lernten, dass man durch diese Methode etwas zum Verhalten der Robben, ihre Wanderungsbewegungen und Lieblingsorte herausfinden kann. Trotz der vielen Aktivitäten fanden die Kinder noch Zeit, die Ausstellung in der Seehundstation auf eigene Faust zu erkunden und an einer spannend gestalteten Rallye teilzunehmen.

Am Sonntag wurden dann die Ergebnisse der Gruppenarbeit präsentiert. Anschließend schauten sich die Robbenbotschafter den Film „Matti & Co. in der Seehundstation“ an, der die Heuleraufzucht näher beleuchtet. Das Für und Wider dieser Aufzucht und Fragen des Verhältnisses zwischen Arten- und Tierschutz wurden angeregt diskutiert. Alle Fragen der Robbenbotschafter konnten durch die Mitarbeiter der Seehundstation beantwortet werden.

Leider hat aber auch der schönste Ausflug ein Ende, am frühen Nachmittag ging es für die Robbenbotschafter voller neuer Ideen und Kenntnisse zurück nach Rügen.

 

Hintergund:

Der Besuch in Friedrichskoog ist Teil der Robbenbotschafter-Ausbildung. Das Kooperationsprojekt wurde im Jahr 2011 von WWF und Biosphärenreservat Südost-Rügen ins Leben gerufen. Im September 2014 haben 15 Jugendliche ihre Ausbildung zum Robbenbotschafter neu begonnen. Gemeinsam mit den 10 bereits ausgebildeten Robbenbotschaftern werden sie sich in den nächsten 2 Jahren Wissen zu den streng geschützten Tieren, deren Schutz und Gefährdung aber auch den Lebensraum der Robben aneignen und auf zahlreichen Informationsveranstaltungen weitergeben. Die verwendeten Infomaterialien werden die Jugendlichen selbst gestalten. Daneben stehen weitere Exkursionen auf dem Programm der Robbenbotschafter.

 

 Robbenbotschafter-in-Friedrichskoog

Robbenbotschafter beobachten die Fütterung der „Dauergäste“ in der Seehundstation Friedrichskoog



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