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Ranger „frisieren“ und pflanzen Kopfweiden im Reservat

oz

7.3.2015

Putbus– Hege und Pflege im Biosphärenreservat Südost Rügen – die Ranger haben alle Hände voll zu tun und sind mittlerweile beim Projekt „Pflegemaßnahmen in Kopfweidenalleen des Biosphärenreservates“ auf die Zielgerade eingebogen. Dies geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung des Amtes hervor.

Demnach sei im Alleenabschnitt zwischen dem Radweg Freetz – Muglitz und der Freetzer Niederung der Stammaustrieb an fast 70 Weiden zurückgeschnitten worden. Dies sei notwendig, um die Kopfweidenallee als typisches Element der Rügener Kulturlandschaft zu erhalten. Dieser würden die Bäume durch ihr unverwechselbares Aussehen eine charakteristische Eigenart und Schönheit verleihen. Gleichzeitig erfüllen Kopfweiden wichtige ökologische Funktionen. Sie sind der Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten.

Im Zuge der Pflegemaßnahmen hätten die Ranger des Biosphärenreservates zudem zehn neue Weiden gepflanzt, um die in den letzten Jahren entstandenen Lücken in der Allee zu schließen.

Nebender Allee in der Freetzer Niederung sei auch eine Kopfweidenreihe zwischen Göhren und Middelhagen gepflegt worden. Die inzwischen zehn Jahre alten Weiden erhielten ihren zweiten Pflegeschnitt.

Um die typische Form einer Kopfweide zu erhalten, müssen die Bäume in ihrer Jugend in einer Höhe von etwa einem bis vier Meter über dem Boden abgeschnitten werden. Durch wiederholtes Entfernen der austreibenden Zweige und Äste am Stamm verdicken sich allmählich die Schnittstellen – nach und nach entsteht die typische Kopfform.

In den nachfolgenden Jahren werden die am Kopf austreibenden Weidenruten erneut regelmäßig zurückgeschnitten. Als Folge wird der Kopf der Bäume immer stärker. Schließlich erreichen die Kopfweiden ihr markantes Aussehen mit einem verhältnismäßig kurzen und dicken Stamm und einem massiven, dicken Kopf. Früher wurden die durch den Rückschnitt gewonnenen Ruten unter anderem in der Korbflechterei oder in Verbindung mit Lehm als Baumaterial für Häuserwände genutzt.

Ranger_Kopfweidenpflanzung

Die Ranger Frank Fiedrich und Michael Kolberg (r.) pflanzen eine Kopfweide im Naturschutzgebiet Goor-Freetzer Niederung.



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