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Neue Robbenbotschafter ab sofort im Dienst

24. März 2015

„Wie nennt man die Speckschicht der Kegelrobben?“ oder „Warum können die Robben auch im trüben Wasser und bei Nacht gut jagen?“ – diese und 12 weitere knifflige Fragen zur Kegelrobbe und zur Ostsee, dem Lebensraum der geschützten Tiere, mussten die 15 neuen Robbenbotschafter am vergangenen Wochenende richtig beantworten, um die Prüfung zu bestehen. Nach insgesamt einer Stunde Prüfungszeit und anschließender Auswertung der Ergebnisse stand dann fest: alle haben die Prüfung erfolgreich bestanden!

Die 15 neuen Robbenbotschafter begannen bereits im September des vergangenen Jahres ihre Ausbildung. Innerhalb von 6 Monaten wurden ihnen ausschließlich in ihrer Freizeit sowohl die theoretischen Grundlagen als auch ihre praktische Arbeit nähergebracht: Sie lernten die Ostsee als Lebensraum der Kegelrobbe kennen, erfuhren alles über ihre Schützlinge und über die Geschichte der Kegelrobbe in der Ostsee, die aktuellsten Forschungsergebnisse und warum Arten- und Tierschutz nicht dasselbe ist. Auch Monitoring-Ausfahrten und Fachexkursionen gehörten von Anfang an zum Ausbildungsprogramm.

Nun können sich die Kinder und Jugendlichen als offizielle Robbenbotschafter bezeichnen. Gemeinsam mit den 10 Robbenbotschaftern des ersten Durchganges werden sie weiterhin die Ranger des Biosphärenreservates Südost-Rügen bei den regelmäßigen Monitoringausfahrten in den frühen Samstagsstunden unterstützen und dabei die Anzahl der Kegelrobben im Greifswalder Bodden und eventuelle Störungen dokumentieren.

Besonders in den Sommermonaten geben sie auf Infoständen in der Region die gute Nachricht der Kegelrobbenrückkehr an Einheimische und Touristen weiter und klären auf, wie man sich bei einer Kegelrobbensichtung richtig verhält.

Sie entwickeln eigenes Umweltbildungsmaterial und treten mit ihrem Anliegen in der regionalen und überregionalen Presse auf. Durch ihr Wissen, ihre Erfahrungen und nicht zuletzt ihren jugendlichen Charme tragen sie dazu bei, dass die Akzeptanz für die Rückkehr der Kegelrobben in der Region weiter gesteigert wird.

 

Hintergrund:

Das Robbenbotschafter-Projekt wurde im Jahr 2011 in Zusammenarbeit von WWF Deutschland und Biosphärenreservat Südost-Rügen ins Leben gerufen und ist mittlerweile im zweiten Durchgang. Nachdem die ersten zwei Jahre von der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung gefördert wurden, wird die Fortsetzung seit 2014 vom WWF Deutschland getragen.

Robbenbotschafter-nach-bestandener-Pruefung

Glückliche Robbenbotschafter nach erfolgreich bestandener Prüfung mit ihren Betreuern Francesca Alf, Lioba Schwarzer und Bernd Hoppmann (v. l., hinten im Bild)



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