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Mittwinter-Wasservogelzählung 2016 im Biosphärenreservat Südost-Rügen

18. Januar 2016

„Schnee- und Schneeregenschauer sowie das diesige Wetter haben uns die Erfassung der hier überwinternden Wasservögel deutlich erschwert“ blickt Catrin Linke-Hackel auf die diesjährige Mittwinter-Wasservogelzählung im Biosphärenreservat Südost-Rügen zurück.

Gemeinsam mit ihrem Kollegen Wolfgang Matzke sowie den Rangern Thomas Papke und Heinz Steinfeldt hat sie am 14. und 15. Januar die Erfassung in insgesamt 8 Zählgebieten von der Glewitzer Fähre bis zur Prorer Wiek durchgeführt.

In diesem Jahr wurden rund 7.500 Gänse erfasst. Bläss- und Saatgänse machten mit etwa 3.500 Tieren den größten Anteil aus. Zudem konnten rund 1.000 Sing- und etwa 1.800 Höckerschwäne gezählt werden.

Bei den typischen Meeresenten dominierten die Reiherenten mit mehr als 1.500 Individuen.

Wesentlich seltener konnten Zwergsäger erfasst werden. Lediglich 25 Exemplare der Art wurden gezählt.

Zwergsäger sind in Nordeuropa und Nordasien beheimatet und kommen in der Zeit von Oktober bis April regelmäßig als Wintergast an unserer Küste vor. Sie ernähren sich im Winter ausschließlich von kleinen Fischen, die sie tauchend erbeuten. Im Frühjahr kehren die Tiere in ihre Brutgebiete in die nordischen Nadelwälder zwischen Finnland und Kamtschatka zurück.

Neben den Zwergsägern überwintern auch die etwas größeren und häufiger vorkommenden Mittel- und Gänsesäger in unseren Küstengewässern.

Das Biosphärenreservat Südost-Rügen engagiert sich bereits seit dem Jahr 2006 innerhalb der international stattfindenden Erhebungen der Wasservögel. Neben Deutschland sind alle Ostseeanrainer sowie Holland und England beteiligt. Die in Deutschland erfassten Daten werden durch den Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) zusammengefasst und analysiert, die Auswertung aller international erhobenen Daten erfolgt in England.

Mittwinter-Wasservogelzaehlung-2016

Trotzten Schneeregen und schlechter Sicht – Catrin Linke-Hackel und Wolfgang Matzke bei der Mittwinter-Wasservogelzählung im Biosphärenreservat Südost-Rügen



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