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Lancken-Granitzer hegen und pflegen ihr grünes Denkmal

oz

15. April 2015

Ein internationales Alleenschutzprojekt wird links und rechts der Straße in Richtung des Jagdschlosses Granitz verwirklicht.

Lancken-Granitz. Sie steht unter Denkmalschutz, gehört zu den meistfotografierten Objekten auf Rügen und ist ein Wahrzeichen der Region. Henny Hoffmann, Bürgermeisterin von Lancken-Granitz, reiht Superlativ an Superlativ, wenn sie von der historischen Kastanienallee spricht, die Lancken- Granitz mit Blieschow verbindet und für einen „malerischen Aufstieg“ zum Jagdschloss Granitz sorgt. „Genau deshalb liegt uns diese Allee so sehr am Herzen, dass wir sie nach Kräften und Möglichkeiten pflegen und hegen“, macht das Gemeindeoberhaupt deutlich. An die 28

000 Euro stehen dafür aus dem Alleenfonds des Landes zur Verfügung. Die Kommune selbst engagiert sich mit tatkräftigem Engagement.

Zudem hat sie sich Partner mit ins Boot geholt. Neben dem BUND MV ist es das Biosphärenreservat Südost-Rügen und schließlich Insula Rugia. Der Verein verwirklicht zusammen mit seinem tschechischen Partner Arnika ein quasi grenzübergreifendes Projekt, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt bewilligt wurde. Das Ziel: Alleen sollen als wertvolles Kulturgut gepflegt und entwickelt werden — in Tschechien, auf Rügen.

„Die historische Kastanienallee in Lancken-Granitz ist dabei unser Paradebeispiel“, sagt Annette Groß, Projektleiterin bei Insula Rugia. Und sie macht deutlich, dass die Allee samt der Bäume kein Buch mit sieben Siegeln mehr ist. „Jeden einzelnen Baum haben wir begutachten und nummerieren lassen“, sagt Groß und zeigt auf eine Plakette, die an jedem der stolzen Riesen angebracht ist.

Von denen gibt es einige in der vor etwa 180 Jahren angelegten Allee. „168 Bäume sind es insgesamt, darunter sind 139 sehr alte Kastanien“, kann die Bürgermeisterin berichten. Ihren Worten zufolge ist die Gemeinde für die Pflege der Bankette verantwortlich und fürs Einsammeln und Verbrennen des Laubes. „Damit sich die Moniermotte und die Pseudomonas-Bakterien nicht weiter ausbreiten“, sagt Henny Hoffmann.

Chris-Marco Herold



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