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Ehemaliger Netzschuppen Neukamp wird neuer Infopunkt des Biosphärenreservates Südost-Rügen

13. Mai 2011

Vor einigen Tagen haben die Sanierungsarbeiten am ehemaligen Netzschuppen in Neukamp begonnen. Das vom Verfall bedrohte rügentypische Fischerhaus soll innerhalb des nächsten halben Jahres zu einem Infopunkt des Biosphärenreservates ausgebaut werden.

Errichtet wurde das Gebäude bereits in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zunächst diente es als Wohnhaus, nach mehreren Hochwasserschäden wurde es zu einem Salzhaus umfunktioniert. In den letzten 40 Jahren nutzten die Fischer aus Neukamp das Gebäude als Netzschuppen und Lager.

Die Sanierung des ehemaligen Netzschuppens erfolgt mit Fördermitteln der Norddeutschen Stiftung für Natur und Umwelt (NUE). Die Stadt Putbus ist Eigentümer des Gebäudes. Sie stellt dem Biosphärenreservat Südost-Rügen den ehemaligen Netzschuppen für zunächst 20 Jahre unentgeltlich zur Verfügung. Die Projektpartner streben darüber hinaus die langfristige Nutzung als Infopunkt des Biosphärenreservates an.

Nach der Sanierung wird der Infopunkt „Netzschuppen Neukamp“ in das vernetzte Informationssystem des Biosphärenreservates integriert, zu dem derzeit das Ausstellungs- und Informationszentrum „Granitzhaus“ sowie 14 weitere Infostellen und Infopunkte gehören.

Das Biosphärenreservat wird den inhaltlichen Teil des Infopunktes gestalten, hier soll in Schautafeln über die historische Entwicklung der kleinen Küstenfischerei im Gebiet informiert werden. Die Gestaltung des Außenbereiches ist in die Gesamtmaßnahme integriert. Hier ist u. a. vorgesehen, die Küstenfischerei durch das Aufstellen einer Reuse sowie eines Fischerbootes anschaulich und erlebbar zu machen.

Falko Bindernagel und Kurt Scherrer bei ersten Aufräumarbeiten am ehemaligen Netzschuppen Neukamp

 



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