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Echte Fachleute nach Entdeckertour in Wald und Flur

oz

11. Juli 2015

Eine Woche lang Natur-Action in Klein Stresow für 40 Mädchen und Jungen der Insel. Nach bestandener Prüfung sind die Grundschüler nun stolze Junior-Ranger.

Klein Stresow. Ein Star war geboren. „Little John, Little John!“, riefen die Fans im Chor und applaudierten. Somit war klar: Klein Stresow hat einen neuen Superstar. Johann aus der Klasse 3a der Grundschule Sellin, alias Little John, hatte Fans und Jury am meisten überzeugt mit seinen Gesangseinlagen. Heiße Favoriten im Finale waren aber auch Tina mit ihrer Karate-Vorführung sowie Angelina, Lina und Anabell mit ihrer Akrobatik-Kür. Die Talenteshow war der krönende Abschluss des einwöchigen Junior-Ranger-Camps im Schullandheim Klein Stresow.

Das Abschlussfest mit Talenteshow und Grillabend mit Rangern, Helfern, Sponsoren und Eltern hat schon eine lange Tradition wie das Junior-Ranger-Camp selbst, das das Biosphärenreservat seit 2006 anbietet. Ebenso die tierischen Spitznamen für die Jungen und Mädchen mit den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen: Libelle Lina, Adler Anabell, Leopard Luis, Hai Henry. Das Lager ist immer der Höhepunkt des Junior-Ranger-Projektes im zu Ende gehenden Schuljahr. In dem hatten sich die Schüler aus den Grundschulen Garz, Gager, Putbus, Sellin und Bergen (Altstadt) intensiv mit ihrer Umwelt beschäftigt.

Alle 14 Tage standen Themen wie Wiese, Wald und Wasser auf dem Stundenplan, die sie zusammen mit den Rangern des Biosphärenreservates theoretisch und praktisch erarbeiteten. Die besten Junior-Ranger fuhren dann ins Camp. Mehr als 40 Kinder waren es in diesem Jahr. In zwei Gruppen ging es für jeweils eine Woche in das Ferienlager bei Putbus. Fernab von Fernseher, Handy und Spielkonsole erlebten sie Natur pur. Sie gingen mit den Rangern Bernd (Hoppmann), Axel (Knoblich), Falko (Bindernagel) und Steffen (Sprenger) sowie Stefanie Dobelstein und Praktikantin Francesca Alf auf Entdeckungstour in die Goor, zum Jagdschloss und stellten ihr erworbenes Wissen bei einer Waldrallye unter Beweis. Außerdem fertigten sie Schlüsselanhänger, Windlichter aus Strandgut und ein Insektenhotel zusammen mit Bärbel Krakau und Cornell Kuithan vom Forstamt, Lioba Schwarzer vom WWF und Heike Grunewald vom Nabu an. Aber auch Baden, Stockbrotgrillen und eine Nachtwanderung mit Mutprobe sowie Sport und Spiel standen auf dem ausgefüllten Tagesplan. Am Ende nahmen alle nach bestandener Prüfung stolz ihren Junior-Ranger-Pass entgegen.

„Naturschutz nur auf der Schulbank? Nein, wir machen es anders. Es ist auch eine Belohnung für die Kinder“, sieht Biosphärenreservatsamtsleiterin Cathrin Münster genau darin das Erfolgsrezept des Junior-Ranger-Camps. Aber auch in den vielen Helfern und Sponsoren aus der Region. Die spenden nicht nur Brötchen, Quark, Erdbeeren, Lebensmittelgutscheine, Geld für T-Shirts, Rucksäcke und Caps, sondern auch ihre Zeit. So wie Frank und Carmen Handschug aus Sellin, die jeden Tag in der Küche mithalfen — und deren Kinder einst selbst das Camp besuchten.

Schwerpunkt in der Umweltbildung

2004 wurdedas Projekt „Junior-Ranger im Biosphärenreservat Südost-Rügen“ begonnen. Es stellt einen Arbeitsschwerpunkt des Amtes im Bereich der Umweltbildung dar. Anliegen ist es, den Kindern die heimische Fauna und Flora nahe zu bringen, um das Verhältnis zwischen Mensch und Natur besser verstehen zu können. Daneben werden Kenntnisse zum richtigen Verhalten in der freien Natur sowie Fertigkeiten im praktischen Artenschutz vermittelt.

Gerit Herold

G_Herold_JuniorRanger Camp 2015

Fototermin: Stolz präsentieren die frisch gebackenen Junior-Ranger zusammen mit den Betreuern ihre Urkunden.

Foto: Gerit Herold



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