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Die Haselmaus sucht Freunde

23. Februar 2015

Gemeinsame Pressemitteilung von Nabu Rügen und Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen

NABU und Biosphärenreservatsamt  haben Umweltbildungsprojekt zur Haselmaus gestartet

Sie ist klein, goldgelb und hat ein buschiges Schwänzchen. Nur des Nachts ist sie unterwegs; mit Hilfe ihrer großen schwarzen Augen und ihrer Tasthärchen findet sie sich um Dunklen sehr gut zurecht und turnt durch das Geäst von Brombeergestrüpp und Haselsträuchern.

Die Rede ist von der Haselmaus. Die deutschlandweit streng geschützte Art gehört zu den Schlafmäusen. Von Anfang November bis Ende April hält sie ihren Winterschlaf. Haselmäuse sind für Rügens Tierwelt von größter Bedeutung. Die Art konnte in ganz Mecklenburg-Vorpommern nur hier und in der Schaalsee-Region nachgewiesen werden.

Nun begeistert sie auch die Schulkinder der Grundschule Putbus und der Freien Schule Rügen in Dreschvitz. Der NABU Kreisverband Rügen und das Biosphärenreservat Südost-Rügen haben ein knapp zweijähriges Umweltbildungsprojekt zur Haselmaus gestartet, welches durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) aus Mitteln der BINGO!-Lotterie gefördert wird. Weiterer Projektpartner ist das Forstamt Rügen. Im Projektunterricht und in einer Arbeitsgemeinschaft werden die Kinder beider Schulen die kleine Welt der Haselmaus erkunden und hautnah erleben. Eine kleine Welt und ein kleines Tier, dessen Präsenz sehr viel darüber aussagen, wie es um das Überleben der Arten im Wald und in der Kulturlandschaft bestellt ist.

Zum Projektstart im Januar 2015 begann die Klasse 2 der Grundschule „Boddenwind“ in Putbus gleich mit einem praktischen Teil in Sachen Artenschutz: Unter fachkundiger Anleitung von Ranger Michael Kolberg vom Biosphärenreservat Südost-Rügen und NABU-Projektleiterin Heike Grunewald bauten sie Höhlenkästen für die Haselmaus. Diese sollen noch in diesem Frühjahr im Wald ausgebracht werden und können dann womöglich schon in diesem Sommer von den Haselmäusen bezogen und für den Tagesschlaf oder zur Jungenaufzucht genutzt werden.

Meldungen zu Haselmaus-Funden auf Rügen nehmen der NABU Kreisverband Rügen (Tel. 03838-209710) und das Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen (Tel.: 038301-8829-0) gern entgegen.

 Bau_Haselmaushoehle_GS_Putbus

Moritz und Konrad (v. l.) aus der 2. Klasse der Putbusser Grundschule beim Bau eines Haselmaushöhlenkastens

Foto: H. Grunewald, Nabu Rügen



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