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Den Kobolden der Nacht auf der Spur

6. August 2015

Gemeinsame Pressemitteilung von Biosphärenreservat Südost-Rügen und Nabu Rügen

Sie werden auch Kobolde der Nacht genannt und in den Mittelgebirgsregionen Deutschlands kann man sie regelmäßig antreffen: Die Siebenschläfer – kleine, graue Nagetiere mit buschigem Schwanz. Aber wer kann von sich schon behaupten, mitten in der Ostsee je einen Siebenschläfer gesehen zu haben, zumal dieses kleine flinke Tier auch noch nachtaktiv ist und nicht wirklich schwimmen kann?

Seit Juli können dies 26 Rügener Kinder von sich behaupten, die im Rahmen des Haselmausprojektes von NABU Rügen und vom Biosphärenreservatsamt Südost-Rügen bei der Haselmaus-AG mitmachen. Man darf ihnen glauben, denn sie waren mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde zu Gast auf der Greifswalder Oie bei Mathias Mähler, dem Stationsleiter der dortigen Vogelberingungsstation des Jordsand e.V.

Die Greifswalder Oie ist ein Naturschutzgebiet. Matthias Mähler begab sich gemeinsam mit den Kindern auf die Suche nach dem unter Naturschutz stehenden Siebenschläfer, der Mitte der Neunziger Jahre auf der Greifswalder Oie ausgesetzt wurde und sich seitdem gut vermehrt hat.

Zunächst wurden die zu den Bilchen gehörenden Kleinnager in Vogelnistkästen gesucht, die sie gern als Sommerquartier nutzen, um hier den Tag zu „verschlafen“. In der Dämmerung ging es dann auf Nachtwanderung, um die Siebenschläfer in ihrer aktiven Phase beobachten zu können.

Neben dem Siebenschläfer, der mit der streng geschützten Haselmaus verwandt ist, gab es auf der Greifswalder Oie aber auch noch andere spannende Dinge zu entdecken.

Mathias Mähler stellte den Kindern u. a. die Arbeit der Vogelberingungsstation vor, kleine Rauchschwalben und Kohlmeisen wurden beringt und Fangaktionen sowie die Beringungsarbeit an den Vogelstellnetzen wurden demonstriert.

Weitere Höhepunkte waren die Besteigung des 49 m hohen Leuchtturmes mit seinem herrlichen Inselrundblick und die Beobachtung der Kegelrobben, die sich seit einigen Jahren vor der Insel aufhalten.

Siebenschlaefer-Exkursion

Stationsleiter Mathias Mähler schaut gemeinsam mit den Kindern und Betreuerin Francesca Alf, FÖJlerin im Biosphärenreservat, ob ein Siebenschläfer den Tag in diesem Vogelnistkasten „verschläft“

Foto: Heike Grunewald, Nabu Rügen



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