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Ausasten: Baumschnitt für reiche Obsternte am Straßenrand

19. Februar 2016

Mehr als 100 Bäume wurden links und rechts der Trasse zwischen Lauterbach und Vilmnitz verjüngt / Die Allee war 2002 neu angelegt worden

Lauterbach. Ohne Arbeit keine reiche Ernte. Diesem Grundsatz fühlen sich zwei in Putbus ansässige Institutionen verpflichtet. Bei denen handelt es sich um die Stadtverwaltung sowie das Amt für das Biosphärenreservat Südost Rügen. „Ranger unseres Hauses haben zusammen mit Mitarbeitern des städtischen Bauhofes die Obstbaum-Allee entlang der Straße zwischen Lauterbach und Vilmnitz gepflegt“, macht Stefan Woidig, Sprecher des Reservates, deutlich. Und blickt schon mal weit ins Jahr hinein. „Dann kann jedermann entlang der Trasse wieder reichlich Kirschen, Äpfel und Pflaumen ernten.“ Denn bei der Allee handelt es sich um eine Obstbaum-Allee, die vor mittlerweile 14 Jahren links und rechts der Trasse neu angelegt worden war.

Die Mannen von Stadt und Reservat hatten ordentlich zu tun. An mehr als 100 Bäumen entlang des etwa einen Kilometer langen Straßenabschnittes mussten einerseits Äste zurückgeschnitten werden, die über die Straße ragten. Andererseits musste fachmännische Baumpflege betrieben werden — Verjüngung war angesagt. „Das Rüstzeug dazu hatten sich die Ranger im vergangenen Jahr bei einem Seminar mit dem Putbuser Rosendoktor Gerhard Prill geholt“, sagt Woidig. Der beschreibt die Bedeutung dieser Allee so: „Für die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten ist sie ein wichtiger Nahrungs- und Lebensraum. Der wird mit solchen Pflegemaßnahmen erhalten.“

Innerhalb des Gebietes des Biosphärenreservates, das von Kasnevitz bis nach Klein Zicker reicht und etwa 22800 Hektar groß ist, ist die Obstbaum-Allee zwischen Lauterbach und Vilmnitz so ziemlich einmalig. „Es gibt nur noch eine weitere bei Posewald“, sagt Woidig und gibt einen Überblick über die Obstbäume für jedermann im Reservat: In Mariendorf auf Mönchgut soll es eine Obstbaumreihe geben, in Muglitz mehrere einzelne Obstbäume und Streuobstwiesen beispielsweise in Nadelitz sowie in Posewald.

Die bestehenden Obstbaum-Alleen zwischen Lauterbach und Vilmnitz sowie bei Posewald werden wohl die einzigen im Biosphärenreservat Südost-Rügen bleiben. „Derzeit gibt es keine konkreten Planungen, um weitere solcher Alleen im Reservatsgebiet anzulegen beziehungsweise anzupflanzen“, macht Stefan Woidig in diesem Zusammenhang deutlich.

Das Reservat in Zahlen und Fakten

22800 Hektargroß ist das Biosphärenreservat Südost Rügen. Es ist eines von derzeit 15 Biosphärenreservaten in Deutschland.

Weltweit sollen es 651 in 120 Staaten (Stand Juli 2015) sein.

Das Gebiet des Biosphärenreservates Südost-Rügen reicht von Kasnevitz bis nach Klein Zicker. Sieben Gemeinden — Sellin, Baabe, Göhren, Middelhagen, Gager, Thiessow und Lancken-Granitz — liegen komplett im Reservat, drei weitere teilweise — Putbus, Zirkow und Binz.

Chris-Marco Herold

Ranger_Alleenpflege_Lauterbach 

Uwe Goldbach (l.) vom Stadtbauhof Putbus und Ranger Steffen Sprenger pflegen die Obstbaum-Allee zwischen Lauterbach und Vilmnitz.




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