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Natura 2000 – ein Netzwerk für die Zukunft

Wirtschaftliche Entwicklung und Siedlungsdruck haben europaweit zu einem starken Artenverlust und damit zur Beeinträchtigung der Biodiversität geführt. Um diesem Trend entgegen zu wirken, wurde das europäische ökologische Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ entwickelt. Das Netz setzt sich aus Gebieten von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB, auch FFH-Gebiete genannt) und Europäischen Vogelschutzgebieten (auch SPA genannt) zusammen. Als Oberbegriff für beide Gebiete steht die Bezeichnung Natura 2000-Gebiete.

Im Biosphärenreservat befinden sich – vollständig bzw. anteilig – fünf Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung und drei Vogelschutzgebiete. Flächen beider Kategorien überlagern und überschneiden sich teilweise. Entsprechend den Vorgaben der EU wurden solche Flächen ausgewählt, die auf Grund ihrer Lebensraum- und Artenausstattung und ihres Erhaltungszustandes für die Kohärenz des Netzes „Natura 2000“ von gesamteuropäischer Bedeutung sind.

Für die Natura 2000-Gebiete bestehen jeweils konkrete Erhaltungsziele bezogen auf die dort vorkommenden Arten und Lebensräume. Aufgabe des Biosphärenreservatsamtes als zuständige Naturschutzfachbehörde ist es, dass sich der aktuelle Erhaltungszustand nicht verschlechtert und – dort wo er noch nicht vorliegt – ein günstiger Erhaltungszustand erreicht wird.

Um diese Aufgaben zu erfüllen, werden beispielsweise Monitoringmaßnahmen durchgeführt, bei denen periodisch der Naturzustand erfasst wird. Ein wesentliches Instrument zur Entwicklung der Natura 2000-Gebiete sind darüber hinaus die sog. Managementpläne. Diese werden für jedes Gebiet auf der Grundlage des landesweit geltenden Fachleitfadens "Managementplanung für Natura 2000-Gebiete in Mecklenburg-Vorpommern" erarbeitet. Die Managementpläne bestehen aus einem naturschutzfachlichen Grundlagenteil und einem daraus und in Kooperation mit den lokalen Akteuren entwickelten Maßnahmenteil. Ziel ist es, solche Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen in den Plan aufzunehmen, die von der Bevölkerung mitgetragen und von den Betroffenen freiwillig umgesetzt werden können. Die Managementplanung verfolgt bei der Entwicklung der Natura 2000-Gebiete daher einen kooperativen Ansatz.

Auf den folgenden Seiten finden Sie kurze Beschreibungen sowie kartographische Darstellungen der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung und der Vogelschutzgebiete des Biosphärenreservates. Darüber hinaus finden Sie dort die Managementpläne bzw. Informationen zu deren Bearbeitungsstand.




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